Indien – Wassermangel

Indien deckt die Hälfte seines Wasserbedarfs aus Grundwasser. (S.178) Doch nur die Hälfte des Verbrauchs wird natürlich ersetzt. (S.176) Deshalb sinkt der Grundwasserspiegel laufend ab. Viele Pumpen reichen schon über 100 m hinunter. Es gibt waterlords, die über solche Brunnen den Bauern der Umgebung das Grundwasser entziehen, um es ihnen dann teuer zu verkaufen. Gedeckt wird das durch ein Kolonialgesetz von 1882, die Indian Easement Acts. (S.175)

Im Grundwasser tauchen Industrieverschmutzungen auf. Während sie bei Oberflächenwasser in kurzer Zeit, höchstens nach einigen Wochen wieder beseitigt sind, wenn die Quelle ausgeschaltet ist, dauert es beim Grundwasser Jahrtausende. (S.177)

Da die Zuständigkeit für die Wasserversorgung bei den Bundesländern liegt, kann der Bund keine einheitlichen Regelungen durchsetzen. (S.178f.)

Dietmar Rothermund: Indien. Aufstieg einer asiatischen Großmacht, München 2008

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